KjG Li-Ho-De

Was ist die KjG überhaupt?

Die Katholische Junge Gemeinde KjG ist einer der großen bundesweiten kirchlichen Kinder- und Jugendverbände.

In der Erzdiözese Freiburg gehören der KjG über 14.000 Mitglieder an.

Die KjG erreicht aber darüber hinaus mit den vielfältigsten Angeboten und Aktivitäten eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen (ca. 11.000 sog.  Fans) und trägt so zu einer selbstorganisierten Freizeitgestaltung und einem aktiven Mitgestalten von Kirche und Gesellschaft bei.

Die Jugendarbeit der KjG beginnt vor allem vor Ort in den Pfarrgemeinden.

Die Tätigkeiten in den Pfarrgemeinden sind der Ausgangspunkt gemeinschaftlicher Interessen und gemeinsamer Aktivitäten wie z.B. Gestaltung von Jugendgottesdiensten, Jugenddiscos, Kindernachmittagen, offenen Jugendtreffs und vor allem Ferienfreizeiten.

 

 

Geschichte der KjG Li-Ho-De

 

1962 bis 1970


Alles begann im Jahre 1962. In Graben bestand bereits eine KJG, die Kinder- und Jugendarbeit für die Gemeinden anbot. Doch für die Jugendlichen und Kinder aus Hochstetten bedeutete dies: Laufen. Zu Fuß mussten sie die Strecke von Graben nach Hochstetten zurück- legen, um an den Treffen und Veranstaltungen teilnehmen zu können. Im Sommer mag das noch machbar gewesen sein, im Winter kann sich jeder vorstellen, was dies bedeutete. Oder es wurde eine Fahrgemeinschaft mit den wenigen gegründet, die damals bereits ein Auto hatten. Am meisten musste der damalige Pfarrer, Werner Helmle, zuständig für die Diasporagemeinde Graben, Linkenheim und Hochstetten mit dem Fahrdienst herhalten.

Mit den Jahren stieg jedoch auch die Zahl katholischer Einwohner in Hochstetten, so dass Pfarrer Helmle den Schwestern, Rita und Gisela Krebs (verh. Baumann), den Auftrag gab, für Mädchen im Alter von 10-12 Jahren eine Frohschar(Gruppenstunde)in Hochstetten, also vor Ort, anzubieten.

Gesagt, getan - die erste Frohschar begann 1962 im alten Rathaus in Hochstetten, im dortigen Bürgersaal. Die Mädchen bastelten, sangen oder unterhielten sich einfach. Es gab auch Ausflüge etwa zum Michelsberg oder nach Bad Herrenalb.

1963 fand schließlich die erste KJG Faschingsveranstaltung im Bürgersaal des Rathauses Hochstetten statt.

Als fünf Jahre später 1968 die Geschwister Krebs ihre Gruppenführerschaft bei der KJG beendeten, führte Irene Fürniß, eines der Mädchen der Frohschar, diese weiter. Die Gruppenstunden fanden weiterhin im alten Rathaus, anschließend im neuen Rathaus in Hochstetten statt. Einige Zeit später stand der Umzug ins neu gebaute Bernhardushaus in Linkenheim an. Ab dieser Zeit hatte die Mädchengruppe in Linkenheim sogar einen Gruppenraum.

 

 

1970 bis 1980


Anfang der 70er Jahre kamen mehrere Gruppenleiter hinzu. Die Faschingsfeier etablierte sich im Bernhardushaus. Auch wurden nun weitere Aktionen neben der Frohschar angeboten: Elternnachmittage, Diskussionsrunden zu verschiedenen aktuellen Themen, Fahrradtouren und vieles mehr... Der "krönende Abschluss" des Jahres 1972 war die Theateraufführung vor Weihnachten, die viele Menschen ins Bernhardushaus lockte.

Neben diesen Veranstaltungen in der Gemeinde wurde von der Gesamt-KJG (Graben und Linkenheim) in den Sommerferien Ferienfreizeiten für die älteren Kinder und Jugendlichen angeboten. Das Lager fand oft in Grindelwald in der Schweiz statt. Pfarrer Helmle übernahm die Organisation und ließ die Tage jeweils zu besonderen für die Teilnehmer werden.

In der Zwischenzeit wurde Pfr. Helmle Dekan in Weinheim und Pfr. Bernhard Siegel übernahm die Gemeinden. 1975 hatten sich dann bereits 5 Gruppenstunden in Linkenheim gebildet. Das Ferienlager wurde an der Rhön aufgeschlagen. Ein Gedicht der Grüpplinge aus dieser Zeit ist noch heute erhalten.

Als 1978 Gudrun und Georg Beck als erwachsene Mitarbeiter zur KjG Leiterrunde hinzukamen wurde für das darauf folgende Jahr viel vorgenommen.

Im Sommer 1979 fand das erste Ferienlager der KjG Linkenheim-Hochstetten für Kinder von 9-14 Jahren in Oberprechtal im Schwarzwald statt. Insgesamt nahmen 83 KjGler teil. Das Lager war ein voller Erfolg, da viel abwechslungsreiches Programm angeboten wurde. Wegen der großen Begeisterung wurde beschlossen ab nun jedes Jahr eine Sommerfreizeit zu organisieren.

 

 

1980 bis 1990

 

Aber auch unter dem Jahr fanden große Veranstaltungen wie z.B. Elternnachmittage, Kinderfasching und als Highlight am 18.05.1980 ein Kinderfest rund ums Bernhardushaus für Kinder und Eltern statt.

Außerdem wurde am 14.03.1980 der offene Treff im KjG-Keller eröffnet. Es fanden einmal im Monat KjG Aktionen mit Jugendlichen statt. Angeboten wurde z.B. Themenabende, Radtouren, Spielrallyes, Auftritte von örtlichen Musikbands, Filmabende u.v.m.

Nach dem Ferienlager 1980 in Kastl-Fröhnd lud die KjG die Jugendlichen der Gemeinde ab dem 07.11.1980 regelmäßige zu Discos ins Bernhardushaus ein. Außerdem liefen neben den Gruppenstunden der Lagerrückblick und ein Weihnachtsmittag bei dem Kerzen gebastelt wurden. Über Silvester 1980/1981 fand zusätzlich noch eine Winter-skifreizeit für die Gruppenleiter am Feldberg statt. Anfang 1981 waren bei den Discos regelmäßig ca. 150 Jugendliche ab 12 Jahren anwesend. Diese Discos führten zu reichlich Diskussionsstoff für die Leiterrunden, da nach einzelnen Meinungen zu wenig christliche Inhalte vorhanden waren. Auch das „Gefunzel“ des Licht-DJ's Thomas Kammerers sorgte für Zündstoff bei den Leitern. Am 30.04.1981 fand eine Premiere im Bernhardushaus im Rahmen des offenen Treffs der KjG statt. Die Gruppe Zeitenwind spielte für die KjGler. Das geplante Kinderfest am 17.05.1981 musste leider wegen des Attentates auf den Papst kurzfristig abgesagt werden.

Nach der Freizeit in Oberprechtal wurde ein Jugendgottesdienst zum Thema Mut angeboten – auch der Jugendkreuzweg durfte nicht fehlen.

Auch über Silvester 1981/1982 fand wieder eine Winterfreizeit am Feldberg statt. Diesmal allerdings auch für Kinder.

Nach Jugendgottesdiensten und dem Kinderfasching wurde 1982 zur Sommerfreizeit nach Waldstetten eingeladen. Hiermit wurde der Teilnehmerrekord aufgestellt und bis heute nicht mehr eingeholt – inklusive Gruppenleiter und Küchenleuten gingen 93 Personen mit nach Waldstetten.

Wegen diesem großen Erfolg, zogen sich die erwachsenen Mitarbeiter Beck mit einem Abschiedsfest am 16.11.1982 aus der KjG zurück. Die KjG setzte ihren Erfolgskurs fort.

Die KjG Leiterrunde organisierte am 06.07.1986 einen großen Friedenstag im Bernhardushaus, an dem Diskussionen, Auftritte von den Bands Miserable Mind, The Name und ein Gottesdienst angeboten wurde. Leider hat dies nur minderen Erfolg.

1986 wurde nach etlichen kleineren Streitigkeiten in der Leiterrunde eine große Diskussion angesetzt. Das Ferienlager in Lohberg (Bayern) war zwar recht gut verlaufen, allerdings war ein Teil der Leiterrunde nicht zufrieden, welches Programm den Grüpplingen geboten wurde. Während die einen mehr auf Gemeinschaftserlebnisse setzten fehlten anderen die spirituellen Inhalte. So kam es nach längeren Diskussionen zur Abspaltung und Bildung einer eigenen Ministrantengruppe in der katholischen Kirchengemeinde.

Dies führte zu einer Verkleinerung der Leiterrunde die zuvor aus mindestens 20 Leuten bestanden hatte. Es wurden die zwei neuen Pfarrjugendleiter Stefanie Arzt und Richard Bartscher gewählt. Auch Gruppenstunden wurden verändert.

Ende 1986 wurde dann auch wieder ein offener Treff im Kaminzimmer eingeführt. Die „Teestube“ fand alle zwei Wochen statt – und wurde zum allgemeinen diskutieren und basteln rege besucht.

Ein Konzertabend im Bernhardushaus am 31.01.1987 mit den Bands Miserable Mind und The Formula wurde zum Erfolg. Die Zusammenarbeit in der Leiterrunde funktionierte wieder gut. Die Stimmung schlug sich dann auch auf die Aktionen wieder. Die Gruppenstunden wurden weitergeführt und Aktionen wie der Kinderfasching zogen viele Narren ins Bernhardushaus. Ferienfreizeiten fanden seit 1987 nur noch mit 30-40 Teilnehmern statt.

1987 in Ferienlager Oberprechtal wurde das Lager unter das Thema Schatzsuche gestellt. Zur Verwunderung aller wurden bei einer Wanderung durch das Oberprechtaler Land Teile einer Schatzkarte aus Ton gefunden. Die Grüpplinge machten sich daraufhin auf den Schatz zu suchen und fanden ihn tatsächlich. Dass dieser von den Gruppenleitern vorher dort versteckt worden war wurde nicht verraten. Sogar die örtliche Zeitung wurde auf diesen Schatzfund aufmersksam und druckte einen Artikel hierüber ab. Erst als sogar einige Eltern ihren Schatzanteil nach der Freizeit verlangten lüftete die Leiterrunde das Geheimnis.

 

 

1990 bis 2000


Für die Älteren Grüpplingen wurde 1991 im Bernhardushaus ein Konzert der Band „No Sugar“ organisiert.

1992 fand das Ferienlager wieder in Bleialf statt. Das Lager war geprägt durch zwei seltsame Vorkomnisse die auf einen „Psycho“ hinwiesen. Dieser trieb angeblich nachts sein Unwesen auf dem Lagerplatz und brachte einige ältere Lagerteilnehmer zu den seltsamsten Nachtsuchaktionen und „Psycho-Verfolgungen“.

Im Oktober 1994 wird dann der Beschluß gefasst den Gruppenraum im Keller des Bernhardushauses komplett zu sanieren und für einen offenen Treff tauglich zu machen. Das Jahr 1995 stand somit unter der Umbauarbeit des Jugendraumes, in dem alles erneuert werden musste.

Im Mai 1995 veranstaltete die KjG Freiburg ein großes Treffen aller KjGs der Diözese in Konstanz. Bei „Youtopia“ durfte natürlich auch die KjG LiHoDe nicht fehlen.

Nach der Sommerfreizeit 1996 in Rüttehof eröffnete im Herbst der offene Jugendtreff im KjG Jugendraum. Zuerst an 3 Wochentagen (mittwochs-, freitags- und Sonntagsabends).

Erstmals nahm die KjG 1997 an der Diözesanweiten Fahradtour „On Tour“ teil. Außerdem wurde 1997 die KjG in Liedolsheim 20 Jahre alt, was mit einer großen Jubiläumsfeier vor der Kirche gefeiert wurde. Kurze Zeit später wurde der Förderverein der KjG gegründet.

Für den Sommer 1998 wurde von der KjG und der DLRG Liedolsheim eine Kinder-Strand-Party am Liedolsheimer Baggersee organisiert.

Auch 1998 fand wieder „On Tour“ statt, diesmal wurde nach Mosbach und Heidelberg geradelt. Das Lager in der Lindenmühle wurde aufgrund der Lagerlieder „Hamster“ „Meine Freunde“ und aufgrund einiger roter-Punkt-Mal-Aktionen im Innenhof zum Kult. In einer Nacht fand ein Überfall anderer KjGs auf die Lindenmühle statt. Es wurde die Fahne gestohlen und eine Geisel genommen, die dann durch Essen wieder eingetauscht wurde.

Am 21.11.1998 fand in der Festhalle Liedolsheim ein Konzert der Schlagergruppe „Die Grombacher“ statt, welches von der KjG organisiert wurde.